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UMFRAGE Juli 2007 
 

Führungskräfte zeigen Interesse an Lebensarbeitzeitkonten

 konkrete Modelle existieren bislang aber nur im Ausnahmefall

 
   

Der Deutsche Führungskräfteverband und seine Mitgliedsverbände prüfen derzeit, inwieweit auch Führungskräfte von so genannten Lebensarbeitszeitkonten Gebrauch machen können. Seit geraumer Zeit wächst - mit tatkräftiger Unterstützung von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften - die Zahl der Vereinbarungen über Langzeitkonten stark an. Die Zahl der Arbeitnehmer, die die Einzahlungsmöglichkeiten nutzen, verbleibt aber auf einem eher niedrigen Niveau. Der Deutsche Führungskräfteverband hat über sein Umfragepanel (www.manager-monitor.de) untersucht, auf welches Interesse Lebensarbeitszeitkonten bei Führungskräften stoßen. An der Umfrage haben sich über 500 Mitglieder des Panels beteiligt (Rücklauf 50%).

 

Existiert in Ihrem Unternehmen ein Lebensarbeitszeitkonto,
in das auch Führungskräfte einzahlen können?

    ja 18%      
    nein 70%      
    nicht bekannt 12%      

 

Sehen Sie für sich persönlich die Notwendigkeit, über ein Langzeitkonto einen zeitlichen Puffer für eine bezahlte Freistellung während oder am Ende des Arbeitslebens zu schaffen?

    ja 33%    
    vermutlich ja 37%    
    eher nein 22%    
    nein, auf keinen Fall 6%    
    weiß nicht 2%    

 

Wenn Sie mit "Ja" geantwortet haben:
Welche Auswirkungen hätte diese Entscheidung für ihre private Altersvorsorge?

    Mein Einkommen reicht aus, um meine private kapitalgedeckte Altersvorsorge unverändert weiter zu führen. 42%      
    Ich müsste meine Aufwendungen für die private kapitalgedeckte Altersvorsorge leicht reduzieren, um mir Einzahlungen in ein Langzeitkonto leisten zu können. 29%      
    Ich müsste meine Aufwendungen für die private kapitalgedeckte Altersvorsorge erheblich oder sogar ganz reduzieren, um mir Einzahlungen in ein Langzeitkonto leisten zu können. 7%      
    Kann ich nicht beurteilen. 22%      

 

Wie wichtig wäre Ihnen im Vorfeld einer Entscheidung über Einzahlungen in ein Langzeitkonto eine finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers ?

    unverzichtbar 26%    
    wünschenswert 61%    
    nicht erforderlich 5%    
    kann ich nicht einschätzen 8%    

 

Wie wichtig wäre Ihnen im Vorfeld einer Entscheidung über Einzahlungen in ein Langzeitkonto eine attraktive staatliche Förderung ?

    unverzichtbar 32%    
    wünschenswert 60%    
    nicht erforderlich 3%    
    kann ich nicht einschätzen 5%    

Die letzte Frage baut auf der (im Fragebogen nicht ausformulierten) Prämisse auf, dass es auch im Interesse des Staates und der Arbeitgeber liegt, wenn Arbeitnehmer einen finanziellen Puffer für lange Phasen einer Freistellung von der Arbeit aufbauen.

Die Antworten machen deutlich, dass die Befragten zwar die Erwartung haben, für ihre Vorsorge einen Anreiz zu erhalten, eine Honorierung aber mehrheitlich nicht zur unverzichtbaren Voraussetzungen für eine ergänzende Vorsorge über Lebensarbeitszeitkonten erheben.  
 


Hintergrundinformationen zur Studie 

Die Umfrageteilnehmer setzen sich zusammen aus Verbandsmitgliedern, die sich im Rahmen der im Winter 2006/2007 durchgeführten Mitgliederbefragung bereit erklärt hatten, regelmäßig für kurze Befragungen zur Verfügung zu stehen.

Im Laufe des Jahres wird sich der Deutsche Führungskräfteverband in unregelmäßigen Abständen erneut an die Teilnehmer des Umfragepanels wenden, um ein Meinungsbild zu aktuellen politischen Themen zu gewinnen. Über die Ergebnisse wird in unserem Newsletter sowie unter www.manager-monitor berichtet.

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